Rügenwalder Persönlichkeiten
11.02.2012

Arndt, Ernst Moritz

Deutscher Schriftsteller

Geb. in Schoritz (Rügen) am 26.12.1769
Gest. in Bonn am 29.01.1860
1813 als Anhänger des Freiherrn von Stein am Deutschen Widerstand gegen Napoleon I. beteiligt.
Verfasser patriotischer Lieder und politischer Abhandlungen.
Vergleiche die Jahre 1803, 1809


Barnim IX.

(genannt "der Alte")
Herzog von Pommern seit 1523, von Pommern-Stettin von 1532 bis 1569.

Geb. in Oderburg (bei Stettin) am 02.12.851
Gest. in Oderburg (bei Stettin) am 02.11.1573
1525 Ehe mit Anna aus dem Hause Braunschweig-Lüneburg.
Er konnte während der gemeinsamen Regierung mit seinem Bruder Georg im Grimnitzer Vertrag von 1529 die brandenburgische Lehnsansprüche auf Pommern abwehren und die Reichsunmittelbarkeit erhalten. Nach Einführung der Reformation 1534 durch Johannes Bugenhagen zählten Barnim und sein Neffe und Mitregent Philipp zu den Förderern des Protestantismus, ohne sich aktiv am Schmalkaldischen Krieg zu beteiligen. Nach der 1541 erfolgten Aufteilung Pommerns regierte Barnim in der Stettiner Gebietshälfte. 1569 legte er die Regierung nieder.
Vergleiche das Jahr 1556

Bogislaw V.

Er wurde nach dem Tode seines Vaters, Herzog Wartislaw IV. von Wolgast, mit acht Jahren zum Herzog ernannt. Seine Vormünder waren die Stettiner Herzöge Otto I. und Barnim III.

Geb.
ca. 1328
Gest. im Kloster zu Belbuck am 23.04.1374
1343 - 1. Ehe mit Elisabeth Piasten von Polen,
1362 - 2. Ehe mit der Tochter des Herzogs von Braunschweig.
Die Pommerschen Chroniken schrieben sehr gut über Herzog Bogislaw V. Er war ein mutiger, wahrheitsliebender Herrscher.
Vergleiche das Jahr 1347

Bogislaw X.

(genannt "der Große")
Erzogen wurde er teilweise am polnischen Königshof in Krakau (1446-1458).

Geb. in Rügenwalde 1454
Gest. in Stettin 1523
Am 2.2.1491 ehelichte er Anna, die Tochter von Casimir von Polen.
Im Jahre 1474 übernahm er, nach dem Tode seines Vaters Herzog Erich II., das Pommersche Herzogtum. In den Jahren seiner Regierung schaffte er die Übel Straßenraub" und Überfälle" ab und belebte den Handel.
Vergleiche die Jahre 1474-1523

Bogislaw XIV.

Der letzte des Greifengeschlechts.

Geb.   1580
Gest. in Stettin 1637
1615 ehelichte er Elisabeth aus dem Hause Schleswig-Holstein.
Er teile sich zunächst mit seinen Brüdern und seinem Vetter die Verwaltung Pommerns. Nach dem Tod seiner Verwandten, die keine Erben hinterließen, verwaltete er als kranker Mann ganz Pommern.
Vergleiche die Jahre 1637, 1653

Bugenhagen, Johannes

(genannt Doktor Pommeranus)

Geb. in Wollin am 24.06.1485
Gest. in Wittenberg am 20.04.1558
Mitarbeiter Luthers, übersetzte die Bibel ins Plattdeutsche.
Verfasser der evangl. Kirchen- und Schulordnung.
Vergleiche die Jahre 1517, 1534

Elisabeth von Rußland

(russ. Jelisaweta Petrowna)
Russische Zarin von 1741-1762

Geb. in Moskau am 29.12.1709
Gest. in St. Petersburg am 05.01.1762
1743 beendete sie den Krieg mit Schweden und kämpfte im Österreichischen Erbfolgekrieg wie im Siebenjährigen Krieg auf seiten Österreichs gegen Preußen.
Vergleiche die Jahre 1859-1761

Erich I.

(genannt "der Pommer")
Sohn von Herzog Wartislaws VII. von Pommern-Stolp.
Erster Unionskönig von Schweden und Dänemark 1397 bis 1439 und von Norwegen bis 1442.

Geb. in Rügenwalde als "Bogislaw" um 1382
Gest. in Rügenwalde am 16.06.1459
Bogislaw wurde von seiner Großtante Königin Margarethe von Dänemark 1388 an den dänischen Hof geholt, 1397 adoptiert und nahm dann den Namen Erich (auch Erik VII) an.
Er wollte die Union zum zentralistischen Einheitsstaat umwandeln, ein dänisch-pommersches Ostseereich errichten und im Kampf gegen die Holsteiner Grafen das Herzogtum Schleswig wiedergewinnen; unterlag aber den Holsteiner Grafen und der mit ihnen verbündeten Hanse. Verlor 1440 Dänemark und Schweden und 1442 auch Norwegen. Der enthronisierte Erich verbrachte 12 Jahre auf der schwedischen Insel Gotland und führte dort mit seinen Getreuen seeräuberische Angriffe auf Handelsschiffe aus. 1449 wurde Erich von seinen pommerschen Schiffen aus Rügenwalde und Schlawe aus einer Belagerung durch Dänen und Schweden nach Rügenwalde zurückgeholt. Dort lebte er dann noch 10 Jahre, jedoch nicht ohne Händel mit den Stadtbewohnern.
Vergleiche die Jahre 1382, 1449-1459, 1459


Friedrich II.

(genannt "der Große")
Preußischer König von 1740-1786.

Geb. in Berlin am 24.01.1712
Gest. in Potsdam am 17.08.1786
Ehe mit Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern.
Seit 1772 nannte sich Friedrich nicht mehr König in Preußen", sondern König von Preußen" und erwarb das bis dahin polnische Westpreußen (im Siebenjährigen Krieg).
In das breitere deutsche Geschichtsbewußtsein ist Friedrich hauptsächlich als der Alte Fritz" eingegangen, als der strenge, aber gerechte Landesvater.
Er verkündete in Preußen die allgemeine Glaubensfreiheit.
Vergleiche das Jahr 1853

Friedrich III.

(Kronprinz Friedrich Wilhelm)
Kaiser und König von Preußen von März bis Juni 1888.

Geb. in Potsdam am 18.10.1831
Gest. in Potsdam am 15.06.1888
Ehe mit Viktoria von England.
Friedrich war bei seiner Thronbesteigung schwer kehlkopfleidend und regierte nur 99 Tage; er konnte sich daher politisch nicht profilieren.
Vergleiche das Jahr 1822


Friedrich Wilhelm

(genannt "der Große Kurfürst")
Kurfürst von Brandenburg 1640-1688.

Geb. in Berlin am 16.02.1620
Gest. in Potsdam am 09.05.1688
Erlangte im Westfälischen Frieden die territorialen Voraussetzungen für den Aufstieg Brandenburgs (Erwerb Hinterpommerns, sowie einiger geistlicher Territorien als Entschädigung für den Verzicht auf Vorpommern mit Stettin); der Friede von Oliva (1660) bestätigte ihm die im Nordischen Krieg erworbene Souveränität über das Herzogtum Preußen. Im Reichskrieg gegen Ludwig XIV. von Frankreich siegte er am 28.6.1685 bei Fehrbellin über die mit Frankreich verbündeten Schweden und vertrieb sie aus Vorpommern und Preußen, mußte aber im Frieden von Saint-Germain erneut auf Vorpommern verzichten.
Vergleiche das Jahr 1640-88

Friedrich Wilhelm I.

(genannt der Soldatenkönig")
Preußischer König von 1713-1740.

Geb. in Berlin am 14.08.1688
Gest. in Potsdam am 31.05.1740
Er machte der verschwenderischen Hofhaltung, die sein Vater betrieben hatte, ein Ende und führte ein Regime strenger Sparsamkeit ein, um die zerrütteten Staatsfinanzen zu ordnen. Er schuf ein stehendes Heer von 80 000 Mann und eine exakte, straffe, von fähigen Beamten geführte Verwaltung.
Im Nordischen Krieg (Friede von Stockholm 1720) erwarb er Vorpommern.
Vergleiche das Jahr 1720


Melanchthron, Philipp

(eigentlicher Name Philipp Schwarzerd)
Reformator

Geb. in Bretten (Baden) am 16.02.1497
Gest. in Wittenberg am 19.04.1560
Humanist, bedeutendster Mitarbeiter Martin Luthers.
Die nach Martin Luthers Plänen 1536 durchgeführte Umgestaltung der Wittenberger Universität, sowie die beherrschende Stellung, die er der Antike im Schulwesen einräumte, haben für ganz Deutschland Bedeutung erlangt, so daß man ihm den Ehrentitel "Praeceptor Germaniae" (Lehrmeister Deutschlands) gab.
Vergleiche das Jahr 1817

 

Knabe, Helene Elise Hermine

Medizinerin

Geb. in Rügenwalde, Pommern am 22.12.1875
Gest. in Indianapolis, USA am 24.10.1911
Sie verliess Deutschland und kam am 16. November 1896 in New York City, USA /Ellis Island an. Sie ging nach Indianapolis, da dort Ihre Cousine Auguste Knabe lebte.
Als Näherin verdiente sie sich ihren Lebensunterhalt, bis sie sich ihren Traum eine Medizinerin zu werden verwirklicht hatte. Sie unterrichtete im Deutschen Haus in Indianapolis, wo sie auch die Schule besucht hatte. Sie war ein Mitglied des Gesundheitsamt von Indiana und auch des Veterinärischen Hospitals in Indianapolis. Sie hat die Tollwut-Impfung nach Indiana gebracht.
Sie wurde in der nach zum 24. Oktober 1911 ermordet. Dieses Verbrechen ist bis heute nicht aufgeklärt worden.

Helene Elise Hermine Knabe

Zenke, Richard

Studienrat, Kunstmaler

Geb. in Rügenwalde, Pommern am 23.08.1901
Gest. Hamm an der Sieg, Rheinland-Pfalz am 16.08.1980

Richard Zenke wurde am 23. August 1901 in Rügenwalde an der Ostsee geboren. Die Ostsee sang ihm sein Wiegenlied und so kehrt auch in seinen Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen die See immer wieder. Nach Besuch der Volks- und Mittelschule seiner Heimatstadt, des Realgymnasiums in Kolberg und des Lehrerseminars in Bütow besteht er 1921 die Lehrerprüfung. Nachdem er mehrere Jahre als Lehrer tätig gewesen ist, meldet er sich zur Aufnahme in die Staatliche Kunsthochschule in Berlin und besteht an dieser Kunsthochschule im Jahre 1926 die Zeichenlehrerprüfung für mittlere und höhere Schulen sowie für Lehrerbildungsanstalten. Von 1926 bis 1935 als Zeichenlehrer an der Mittelschule in Schneidemühle. Nebenbei betätigt er sich als Kunstmaler und leitet auch den Aufbau von etwa zwanzig Kunstausstellungen in der damaligen Grenzmark Posen-Westpreußen und in Berlin. Er wird zu einem Vorkämpfer für Kunsterziehung, was ihm manche Anerkennung, aber auch die Gegnerschaft gewisser Kreise eintrug. 1935 geht Richard Zenke als Zeichenlehrer an die Vorstädtische Oberschule nach Königsberg in Preußen und wird gleichzeitig Fachberater für Kunsterziehung der Hauptstadt Ostpreußens. Noch vor Ausbruch des 2. Weltkrieges wird er zum Studienrat ernannt. Eine Professur an der Lehrerhochschule in Elbing wird ihm angeboten. Er schlägt sie jedoch aus, da er in seiner Arbeit in Königsberg volle Befriedigung findet.
Vergleiche: http://www.ruegenwalde.com/zenke/richard_zenke.htm